Konfidenz-Asymmetrie bei Eigenmarke und Markenartikel im Verbund richtig deuten?

Warenkorbanalysen und gemeinsame Artikelkäufe.
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mkoch
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Konfidenz-Asymmetrie bei Eigenmarke und Markenartikel im Verbund richtig deuten?

Beitrag von mkoch »

Im Category Management werten wir aktuell Verbundbeziehungen zwischen Eigenmarken und Herstellermarken im Trockensortiment auf Basis von rund 2,5 Mio. Bons aus drei Monaten aus. Auf Artikelebene sehen wir bei Konfidenz und Lift große asymmetrische Unterschiede je nach Regelrichtung, auf Warengruppenebene verschwimmen die Effekte dagegen fast vollständig. Wir arbeiten mit Apriori und Mindest-Support 0,05 Prozent sowie Mindest-Konfidenz 15 Prozent. Wie legt ihr sinnvolle Schwellen und Aggregationsebenen fest, um echte Bedarfsverbünde von zufälligen Mitnahmen zu trennen? Berücksichtigt ihr zusätzlich Mengen, Preisabstände oder Käuferreichweite für die Sortiments- und Platzierungsentscheidung?
staylor
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Re: Konfidenz-Asymmetrie bei Eigenmarke und Markenartikel im Verbund richtig deuten?

Beitrag von staylor »

Die Asymmetrie ist erwartbar und kein Fehler: Konfidenz ist bedingt, also P(Marke|Eigenmarke) ungleich P(Eigenmarke|Marke), weil Eigenmarken im Trockensortiment meist deutlich höhere Käuferreichweite haben. Lift ist dagegen per Definition symmetrisch, wenn bei euch auch Lift asymmetrisch erscheint, bitte Berechnung und Nenner aus Support der Einzelitems prüfen. Euer Mindest-Support von 0,05 Prozent entspricht bei 2,5 Mio. Bons nur rund 1.250 Bons, das ist für Nischenartikel noch zu niedrig für stabile Regeln. Ich würde hierarchisch arbeiten: Apriori zuerst auf Artikelebene mit Bon-Count größer 1.000, Konfidenz größer 20 Prozent und Lift größer 1,5 plus Conviction größer 1,2, dann auf Unterwarengruppe verdichten und nur stabile Regeln über drei Monats-Splits behalten. In SQL pro Bon Artikel deduplizieren, Support als COUNT DISTINCT bon_id, Käuferreichweite als COUNT DISTINCT haushalt_id. Für Sortiment und Platzierung zusätzlich Warengruppenaffinität, Mengenfaktor, Preisabstand und Promobereinigung ausweisen, große Körbe separat testen, um Zufallsmitnahmen durch Korbgröße auszuschließen.
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