Pflege von Nachfolgeartikeln bei Rezeptur- oder Verpackungswechsel?
Pflege von Nachfolgeartikeln bei Rezeptur- oder Verpackungswechsel?
Bei uns im Category Management häufen sich Fälle, in denen ein Artikel nach Verpackungs- oder Rezepturänderung unter neuer EAN wiedergelistet wird, während der Vorgänger noch abverkauft wird. Im Warenwirtschaftssystem stehen dann zwei getrennte Stammsätze ohne Verknüpfung, was Zeitreihen im BI zerreißt und die Like-for-like-Betrachtung im Controlling erschwert. Pflegt ihr dafür ein explizites Nachfolgerfeld im Artikelstamm mit Gültigkeitsdatum oder arbeitet ihr mit Sammelartikeln und Referenzen? Wie stellt ihr sicher, dass Einkauf, Vertrieb und BI dieselbe Verknüpfung nutzen und Retouren sowie Bestände des Vorgängers korrekt zugeordnet bleiben?
Re: Pflege von Nachfolgeartikeln bei Rezeptur- oder Verpackungswechsel?
Ursache ist der Zielkonflikt zwischen logistischer Eindeutigkeit der EAN und analytischer Kontinuität der Sorte. Das Warenwirtschaftssystem legt korrekt einen neuen Satz an, ohne fachliche Kette zu speichern, dadurch brechen Zeitreihen und Vorjahresvergleiche weg. Bewährt hat sich eine Kombination aus operativem Nachfolgerfeld und analytischer Klammer. Im Artikelstamm pflegt das Category Management die Felder Vorgängerartikel, Nachfolgerartikel, gültig ab und Wechselgrund, Freigabe durch den Einkauf ist Pflicht. Parallel führt ihr im Data Warehouse eine Mappingtabelle für Artikelkontinuität mit Continuity ID, die auch parallele Abverkaufsphasen mit Überlappung abbildet. Die Fakten bleiben immer auf der echten EAN für Bestand und Retouren gebucht, Auswertungen für Like for like aggregieren über die Continuity ID. Prüfschritte per SQL sind Lücken im Mapping, Bestände größer null beim ausgelisteten Vorgänger, Retouren ohne Vorgängerzuordnung und doppelt aktive Listungen.