Retouren verzerren unseren WG-Umsatz - was macht ihr da?
Retouren verzerren unseren WG-Umsatz - was macht ihr da?
Bei uns bringen die Leute oft Sachen aus einer Warengruppe eine Woche später zurück, gerade bei Elektro und Spielwaren. In der einen Woche sieht der Umsatz super aus, in der nächsten bricht er dann ein und mein Chef fragt mich, was da los ist. Ich weiß nie, was ich antworten soll. Zieht ihr die Rückgaben einfach ab oder lasst ihr euch das getrennt zeigen?
Re: Retouren verzerren unseren WG-Umsatz - was macht ihr da?
Ursache ist die zeitliche Entkopplung von Absatz und Rückgabe: Der Brutto-Umsatz in Woche 1 enthält Verkäufe, deren Storno erst in Woche 2 gebucht wird, dadurch schwankt die Warengruppenkurve besonders bei Elektro und Spielwaren stark. Bewährt hat sich eine klare Kennzahldefinition mit drei Werten pro Warengruppe und Woche, nämlich Brutto-Umsatz, Retourenbetrag und Netto-Umsatz als Brutto minus Retouren. Modelliert die Retoure als eigenen Bonpositionssatz mit negativem Betrag, Bewegungsart Retoure, Referenz auf den Originalbon und eigenem Buchungsdatum plus Retourengrund. Im Reporting zeigt dann immer Netto als Steuerungsgröße und Brutto sowie Retourenquote zur Erklärung daneben. In SQL löst ihr das sauber über Summen mit Fallunterscheidung nach Bewegungsart. Prüft wöchentlich Retourenquote je Warengruppe, Median der Tage zwischen Kauf und Rückgabe und Retouren ohne Originalbezug, damit Fehlbuchungen an der Kasse auffallen.
Re: Retouren verzerren unseren WG-Umsatz - was macht ihr da?
Ich finde den Ansatz mit Brutto, Retourenbetrag und Netto super, aber wie löst du das mit der Referenz auf den Originalbon, wenn der Kunde keinen Kassenbon mehr dabei hat?