Baustelle drückt WG-Umsatz bei Frische - wie darstellen?
Baustelle drückt WG-Umsatz bei Frische - wie darstellen?
Bei uns ist seit drei Wochen die Straße vor dem Laden aufgerissen, Parkplätze sind weg und kaum einer kommt noch rein. Gerade bei Obst und Gemüse bricht der Umsatz total ein, haltbare Sachen laufen noch halbwegs. Mein Bezirksleiter will trotzdem gute Zahlen für alle Warengruppen sehen. Wie zeigt ihr so etwas ehrlich, ohne dass es nach Ausrede klingt? Zählt ihr Kunden mit oder schreibt ihr was dazu?
Re: Baustelle drückt WG-Umsatz bei Frische - wie darstellen?
Ursache ist klar ein externer Frequenzschock, kein Sortimentsproblem. Bei gesperrter Zufahrt und fehlenden Parkplätzen sinkt zuerst die Kundenanzahl und die Kaufhäufigkeit, und genau das trifft Obst und Gemüse überproportional, weil Frische von Impuls, Sichtbarkeit und täglichem Nachkauf lebt, während Vorratsware auch mit selteneren, größeren Einkäufen noch läuft. Lege das ehrlich offen: Berichte Warengruppenumsatz immer zusammen mit Kundenfrequenz aus dem Eingangszähler, Bons und Umsatz je Bon sowie Abschriftenquote bei Frische. Im Data Warehouse pflegen wir solche Fälle als Ereignis in der Kalender- oder Filialdimension, etwa Baustelle ab KW 37 mit Kennzeichen Zufahrt eingeschränkt, und werten dann per SQL gefiltert aus: Umsatz je Filiale und Warengruppe mit und ohne Ereigniszeitraum, dazu Benchmark gegen zwei vergleichbare Filialen ohne Baustelle. Prüfschritte sind Abgleich Kassenbons gegen Zähler, Entwicklung Bonhöhe bei haltbaren Waren, Verderb und Lücken im Tagesverlauf. So sieht der Bezirksleiter, dass das Team sauber arbeitet, aber schlicht weniger Käufer kommen.