Auslistung von C-Artikeln trotz hoher Verbundwirkung?

Artikelanalysen und Sortimentsentscheidungen.
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tberg
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Auslistung von C-Artikeln trotz hoher Verbundwirkung?

Beitrag von tberg »

Im Category Management werten wir monatlich Absatz, Spanne und Flächenleistung auf Artikelebene aus. Bei C-Artikeln mit geringer Drehung und negativem Deckungsbeitrag II schlägt unser BI-Standardbericht eine Auslistung vor. In der Praxis beobachten wir jedoch, dass einige dieser Artikel regelmäßig mit hochpreisigen A-Artikeln im selben Bon auftauchen. Unsere Warenwirtschaft liefert nur Bonpositionen ohne Verknüpfung zur Kundenkarte, eine Verbundanalyse fehlt bisher. Wie quantifiziert ihr den Verbundeffekt sauber für eine maßgebliche Listungsentscheidung, etwa über Warenkorbanalyse oder Deckungsbeitrag je Bon mit und ohne den fraglichen Artikel? Welche Schwellenwerte nutzt ihr in vergleichbaren Sortimenten für Drogerie und Kosmetik?
staylor
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Registriert: Di 22. Sep 2026, 19:55

Re: Auslistung von C-Artikeln trotz hoher Verbundwirkung?

Beitrag von staylor »

Ursache ist die isolierte Artikelsicht, die den Verbundnutzen unterschlägt und C-Artikel systematisch zu schlecht bewertet. Für eine maßgebliche Entscheidung empfehle ich den Deckungsbeitrag je Bon als Leitkennzahl. Modelliert im DWH eine Bon-Kopf-Tabelle mit Bon-ID, Datum, Filiale und DB Summe sowie eine Positions-Tabelle. Per SQL gruppiert ihr Bons mit und ohne den Kandidaten und vergleicht Bonhäufigkeit, durchschnittliche Positionenzahl und DB je Bon. Ergänzend berechnet ihr Support als Anteil Bons mit Artikelpaar, Konfidenz als bedingte Kaufwahrscheinlichkeit und Lift für die Überzufälligkeit. Prüfschritte sind Bereinigung von Retouren und Pfand, Mindestfallzahl von etwa 300 Bons je Artikel und Filialtyp sowie ein A/B-Test durch zeitweise Auslistung in Pilotfilialen. In Drogerie und Kosmetik bewährt sich Lift über 1,5 bei Konfidenz über 8 Prozent und positivem inkrementellen Gesamt-DB als Behalteschwelle trotz negativem DB II.
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